DE-ÖKO-006
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Yacon

Herkunft

Das Ursprungsgebiet der Yacon-Pflanze liegt in der Anden-Region Südamerikas und erstreckt sich von Kolumbien bis Nord-West Argentinien. Yacon wächst dort bis in Höhenlagen von 3500 m ü. NN. Seit Jahrhunderten wird Yacon dort in Subsistenzwirtschaft oder zur Vermarktung auf lokaler Ebene angebaut. Der Name Yacon leitet sich aus der Quechua-Sprache ab und bedeutet soviel wie „wässrige Wurzel“. Über die Grenzen der Andenregion hinaus sind bis dato nur vereinzelt Anbauflächen z.B. in Japan, Neuseeland oder Brasilien bekannt. In Deutschland wurde Yacon bereits in den 1940er versuchsweise angebaut, seit einiger Zeit findet sich Yacon vermehrt in Kleingärten zur Selbstversorgung.

 

 

Was macht Yacon so wertvoll? 

Yacon und Yaconprodukte besitzen eine Reihe gesundheitsfördernder Eigenschaften. Die Yacon-Knollen enthalten einen hohen Anteil unverdaulicher Oligosaccharide, insbesondere sogenannte Fructooligosaccharide (FOS) und Inulin. Die FOS können vom menschlichen Verdauungssystem nicht abgebaut werden, weshalb sie einen wesentlich geringeren Kalorienwert im Vergleich zu anderen Zuckerarten haben (nur ca. 25 – 35 % normaler Kohlenhydrate) und zudem nicht zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels beitragen. Darüber hinaus gilt der Verzehr von Yacon bzw. der enthaltenen FOS als besonders gesundheitsfördernd für den menschlichen Verdauungstrakt, da FOS, neben allgemeinen verdauungsfördernden Eigenschaften, als Präbiotikum wirken und das Wachstum gesundheitsfördernder Darmbakterien (Bifidobakterien und Laktobacillus) steigern.

Frische Yacon-Knollen haben eine sehr knackige und saftige Konsistenz. Sie schmecken süß und erinnern geschmacklich an Birne oder Melone.

Unraffinierter Yacon-Sirup kann als alternatives, pflanzliches Süßungsmittel zur Herstellung von Diabetiker verträglichen bzw. kalorienreduzierten Produkten eingesetzt werden.

Die Vielseitigkeit von Yacon spiegelt sich auch in wohlschmeckenden getrockneten Produkten wie  Yacon-Scheiben bzw. Flakes oder Yacon-Mehl wider.

 

 

Die Yacon-Pflanze

Yacon gehört wie Sonnenblume und Topinambur zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die krautige Yacon-Pflanze erreicht oberirdisch eine Wuchshöhe von bis zu 2 m, selten auch 3 m, unterirdisch bildet sie große, längliche, essbare Speicherorgane die sog. Yacon-Knollen aus. Zudem bildet Yacon unterirdische Vermehrungsorgane sog. Rhizome. Wie die gesamte Pflanze sind auch diese Rhizome nicht frosttolerant und müssen somit im Herbst ausgegraben und über Winter frostfrei eingelagert werden. Darüber hinaus ist ein Anbau in Deutschland unter klimatischen Gesichtspunkten unproblematisch. Im Frühjahr werden aus den Rhizomen Jungpflanzen herangezogen, die dann im Mai ausgepflanzt werden können.